Christian Nowak
Christian Nowak

Best of both worlds

Die Vileda Markenstrategie mit Vermop. Ein Gespräch mit Christian Nowak, Geschäftsführer der Vileda GmbH und seit der Übernahme auch Geschäftsführer von Vermop Österreich. Er ist als General Manager verantwortlich für die DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) bei den professionellen Reinigungslösungen aus dem Hause Vileda.

ReinigungAktuell: Was war das zentrale Ziel des Erwerbs von Vermop?

Christian Nowak: Im Grunde ist die Firma Vermop ein Perfect Match, insbesondere das Sortiment betreffend. Es gibt sehr gute Ergänzungen im Produktportfolio. Vermop ist mit Equipe sehr stark im Bereich Reinigungswagen sowie im Bereich der Bodenreinigung aufgestellt, wohingegen Vileda Professional seine Kernkompetenz im Bereich Oberflächenreinigung wie Tücher hat. Wir haben festgestellt, dass wir Sortimentslücken gegenseitig schließen können, allein schon bei diesen großen Kategorien wie Reinigungswagen, Bodenreinigung, & Oberflächenreinigung. Vermop ist sehr stark in der Gebäudereinigung, Vileda Professional im Healthcare-Bereich. Wir wollen das „Beste aus beiden Welten“ zusammenbringen. Sehr attraktiv waren auch die Produktionsanlagen von Vermop in Deutschland, die mit übernommen wurden. Also mehr „Made in Germany“ speziell für den Bereich Wischbezugproduktion. Vileda Professional ist international vertreten. Vermop war hingegen eher in der DACH Region zu finden. Nun haben wir die Möglichkeit, mit dem erweiterten Produktportfolio, das Vermop mitbringt, uns noch viel breiter international aufzustellen.

ReinigungAktuell: In welchen Business-to-Business-Bereichen haben sich Vileda und Vermop bislang überschnitten?

Nowak: Die größten Überschneidungen gab es in der Tat im Bereich Reinigungswagen mit dem Flagschiff Equipe auf der Vermop-Seite und Origo 2 bei Vileda Professional. Zudem im Bereich Bodenreinigung bei den verschiedenen Wischbezügen. Hier wären CombiSpeed bei Vileda Professional oder Sprint V Halter bei Vermop zu nennen. Ich würde sagen, beim Thema Reinigungswagen ist Vermop deutlich stärker, wohingegen Vileda bei der Oberflächenreinigung punktet und einen deutlich besseren Marktanteil insbesondere bei den Tüchern hat. Handschuhe und Schwämme waren im Sortiment von Vermop überhaupt nicht vertreten.

ReinigungAktuell: Die Marke Vermop bleibt im Bereich Reinigungsmaschinen erhalten. Warum genau hier?

Nowak: Wir haben eine sehr große Studie durchgeführt und Marktteilnehmer befragt. Das Ergebnis war, dass das Thema Dachmarke weniger wichtig ist und die Produktmarken sowie die Anwendung der Produkte im Vordergrund stehen. Deswegen wird die Marke Vermop zugunsten von der Marke Vileda Professional mehr in den Hintergrund treten. Die gute Nachricht für die Kunden ist: Die Produktbezeichnungen wie etwa Equipe, Twixter etc. bleiben weiterhin bestehen. Auch an den Produkten selber sowie der bewährten Qualität ändert sich nichts. In der Studie wurde deutlich, dass Vermop als Marke für exzellente Reinigungskompetenz und technisches Know-How steht. Daher glauben wir, passt es auch am besten als Marke für Reinigungsmaschinen. Zudem sehen wir es als Abgrenzung zum restlichen Sortiment, als klare Positionierung im Markt. 

ReinigungAktuell: Hefter, die 2020 von Vermop übernommen wurden, waren auch bei Reini­gungs­robotern aktiv. Wie geht es da weiter?

Nowak: Robotics ist natürlich ein wichtiges Thema, mit dem wir uns beschäftigen. Jedoch wird es dort kurzfristig nichts Neues von uns geben. 

ReinigungAktuell: Was ändert sich für den Business Kunden in Österreich?

Nowak: Es ändert sich zum Positiven. Wir bauen den Standort Langenzersdorf aus und werden ihn zudem für Vileda-Produkte nutzen, um schneller am Markt zu sein. Das Vertriebsteam werden wir personell ausweiten und das Thema Service bei Maschinen ausbauen und stärken. Wir sehen aber für beide Marken insgesamt große Wachstumspotenziale in Österreich. Wir schätzen Österreich als einen ganz wichtigen Markt für uns, wir sind auch mit verschiedenen Distributoren in sehr guter Partnerschaft und wollen diese natürlich weiter intensivieren. Wir werden den lokalen Fokus auf Österreich weiterspielen und nutzen das, was wir an Infrastruktur in Österreich haben, um weiter zu wachsen.

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