Einfluss auf Produktauswahl und Lebensmittel

Mag. Roland Wolbang, Hauptabteilungsleiter „Einkauf“ der KABEG, sieht vor allem angesichts der zunehmenden Bedeutung der Themen Nachhaltigkeit und Regionalität Vorteile für die Eigenbewirtschaftung der Krankenhausküche.

Text: Hansjörg Preims

Im Bereich der Kärntner Landeskrankenanstalten-Betriebsgesellschaft KABEG gibt es beides: in den großen Krankenhäusern, wie in Klagenfurt und Villach, Eigenbewirtschaftung der Küche, in einem kleineren Fremdbewirtschaftung, daher kennt man dort beide Systeme. „Wobei wir aus Einkaufssicht vergleichsweise einen klaren Vorteil in der Eigenbewirtschaftung sehen, zumal man da einen direkten Einfluss auf die Produktion und den Betriebsablauf hat, einschließlich der Speisepläne“, sagt Mag. Roland Wolbang, Hauptabteilungsleiter „Einkauf“ der KABEG. Auch die Kommunikation sowohl innerhalb der Krankenanstalt als auch mit anderen Organisationseinheiten wie etwa dem Einkauf erfolge direkter. „Womit ich gleichzeitig auch schon einen Nachteil der Fremdbewirtschaftung anspreche, den ich an dem einen Beispiel bei uns sehe: Man hat im Nachhinein wenig Einfluss auf Verträge und Produkte, dabei gewinnen Themen wie Nachhaltigkeit und Regionalität immer mehr an Bedeutung“, so Wolbang, „und bei einer Eigenbewirtschaftung hat man im Gegensatz zur Fremdbewirtschaftung natürlich die direkte Möglichkeit, entsprechende Produkte und Lebensmittel zu bestimmen.“ Daher könne er jedem anderen Auftraggeber, der aus Kostengründen eine Fremdbewirtschaftung der Krankenhausküche anstrebe, nur empfehlen: „Bei den Verträgen auch darauf achten, dass man noch Einfluss hat auf die Produktauswahl und die Lebensmittel, die der Externe beschafft.“

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