Die neue Spülgeneration

Ressourcenschonend, energiesparend und hygienesicher – die Hersteller von Geschirrspülmaschinen wissen, wie das geht.

Text: Hansjörg Preims

Je nach Art einer Großküche entfallen dort auf das Reinigen von Teller, Gabel, Pfanne & Co 20 bis 35 Prozent aller Energiekosten. Gleichzeitig aber steht für den Küchenbetreiber die Hygienesicherheit an erster Stelle. Darf hier also nicht gespart werden? Doch, zumal, wenn damit sogar eine Erhöhung der Hygienesicherheit verbunden ist. Hersteller von Geschirrspülmaschinen, wissen, wie das geht.
Herbert Kregl, Geschäftsführer von Meiko Austria: „Im Zuge der Finanzkrise wird das Wort ‚Einsparung’ gehörig strapaziert. Beim unserem neuen Punkt.2 AirConcept wird aber die Einsparung an Energie gleichzeitig mit deutlich gesteigertem Nutzen für den Anwender verlinkt.“ Lieferbar ist das System bei allen Haubenmaschinen der Premium-Reihe Punkt.2, auch bei sog. Doppelkorbmaschinen. Und ab Juni auch bei allen Universalspülmaschinen.
„Beim Öffnen einer Haubenmaschine strömt bei allen Maschinen energiegeladener Wasserdampf (‚Wrasen’) dem Bedienpersonal entgegen bzw. entweicht dieser Wrasen wie bei Meiko über die Rückseite der Maschine. Die Energie im Wrasen ist unwiederbringlich verloren und verschlechtert auch noch das Raumklima. Beim Punkt.2 AirConcept haben die Techniker von Meiko Anleihe bei den erfolgreichen Großmaschinen der M-iQ-Serie genommen“, erklärt Kregl.

Neue Bestwerte

Kurz vor dem Nachspülvorgang bei geschlossener Haube beginnt schon die Absaugung des Wrasens. Der Wrasen wird über einen hoch aktiven Wärmetauscher an der Rückseite geführt, kondensiert, gibt dabei seine Energie an das zufließende Kaltwasser ab und erwärmt dieses auf bis zu 50° C. „Das reduziert wiederum den elektrischen Anschlusswert und die Betriebskosten um fast 10% im Vergleich zu den bislang schon sparsamsten Haubenmaschinen am Markt – ein neuer Bestwert in dieser Klasse“, so Kregl.
Viel bedeutsamer in der Praxis mag die deutliche Emissions-Minderung durch die Wrasen-Kondensation sein. Vielfach fehlt eine entsprechende Entlüftung am Aufstellort, die Feuchtigkeit bleibt im Raum, schlägt sich an der Decke nieder und tropft sogar herunter. Oder der Wrasen schlägt dem Bedienpersonal beim Öffnen ungebremst entgegen. Und weniger Wrasen unter der Haube begünstigt sogar die Eigentrocknung von Geschirr. „Kompromisslos hygienesicher wird das Punkt.2 AirConcept durch die integrierte Selbstreinigung des Wärmetauschers. Am Ende des Spülbetriebes wird der Wärmetauscher  automatisch durch einen fix montierten Sprühbalken durchgewaschen“, so Kregl weiter. Nur eine saubere Oberfläche des Wärmetauschers garantiere auf Dauer höchsten Wirkungsgrad. Auch dieses System wird analog bei Maschinen der M-iQ- Serie verwendet. Wahlweise kann das System auch für die Verwendung von Osmosewasser zum Gläser- und Besteckspülen ausgeführt werden.
Die Maschinen wurden bereits auf der Messe ‚Intergastra’ und ‚Internorga’ gezeigt und fanden laut Kregl großen Anklang bei Küchenplanern und Anwendern.

Spüllösung aus einer Hand

Auch Hobart, Weltmarktführer für gewerbliche Spülmaschinen, zeigte auf den genannten Fachmessen seine Innovationskraft. Konkret mit der Generation 2012 seiner Premax Linie, die durch innovative Technik wie der Spül-Intelligenz Sensotronic beim Ressourcenverbrauch neue Maßstäbe für sich beansprucht, sowie mit der Generation 2012 der Profi Linie und der neuen Wasseraufbereitungslinie Hydroline.
Für die neue Premax Generation hat Hobart die Spül-Intelligenz Sensotronic weiter optimiert, um die Verbräuche noch einmal spürbar zu reduzieren. So können  nun bei der Bandspülmaschine Premax FTP und der Korbdurchlaufmaschine Premax CP die Betriebskosten gegenüber den bisherigen Modellen laut Hersteller um bis zu weiteren 10 Prozent gesenkt werden. Gleichzeitig werde Betriebssicherheit und Bedienkomfort erhöht. Die intelligente Technologie der Sensotronic erkennt über Sensoren automatisch sowohl die Menge und Beschaffenheit des Spülguts als auch leere Maschinenabschnitte. Dementsprechend passt sie den Bedarf an Wasser, Energie und Reiniger automatisch an und reduziert die Verbräuche auf das notwendige Minimum.
Auch bei der neuen Bandspülmaschine Profi FTN und der Korbdurchlaufmaschine Profi CN verspricht der Hersteller „dank innovativer Technologien deutlich weniger Ressourcen bei verbessertem Spülergebnis.“
Mit der neuen Wasseraufbereitungslinie Hydroline komplettiert Hobart sein Angebot und bietet nun die „Spüllösung aus einer Hand“: Maschine + Wasseraufbereitung + Spülchemie.
Das Hydroline-Programm umfasst effektive Enthärtungsanlagen zum Maschinenschutz vor Verkalkung sowie Patronen-Entsalzungssysteme und Osmosetechnik für eine Verbesserung des Spülergebnisses. Für Gläser- und Untertischspülmaschinen ist eine integrierbare Osmoseanlage verfügbar, die ein fleckenfreies Spülergebnis garantieren soll. Speziell in beengten Räumlichkeiten ist die integrierbare Produktlösung optimal.

Nachhaltig den Wasser­verbrauch reduzieren

Einer der wichtigsten Stellhebel für einen geringen Ressourcenverbrauch einer gewerblichen Spülmaschine ist nach wie vor ein sparsamer Wasserverbrauch. Denn jeder Tropfen Wasser, der für das Spülen verwendet wird, muss aufgeheizt und mit Reiniger und Klarspüler aufdosiert werden.
So hat auch der Spülmaschinenhersteller Winterhalter Gastronom GmbH (D) den Trend zum Energiesparen früh erkannt und bereits in allen neuen Maschinengenerationen berücksichtigt. Inhaber Jürgen Winterhalter: „Steigende Betriebskosten in der Gastronomie und Hotellerie werden das Thema der nächsten Jahre sein. Mit innovativer Technik reduzieren wir Wasser-, Strom- und Reinigerverbrauch auf ein Minimum,  zum Beispiel bei unseren Korbdurchschubspülmaschinen der GS 500-Serie um bis zu 60 Prozent.“
Neben der Reduzierung der Spül- und Nachspülwassermengen in allen Maschinenserien wurden von Winterhalter auch intelligente Steuerungen entwickelt. „Und erstmalig in der Branche passen Untertischgeräte die vier Spülfaktoren (Temperatur, Zeit, Chemie, Druck) für ein perfektes Spülergebnis präzise dem Spülgut, typischen Verschmutzungen und individuellen Bedingungen an“, so Thomas Böhme, Marketingleiter bei Winterhalter. „Die Druckregulierung zum Beispiel – von uns VarioPower genannt – regelt den Wasserdruck bei jedem Spülprogramm der UC-Serie individuell.“ Diese Druckanpassung beeinflusse somit auch den optimalen Einsatz aller weiteren Spülfaktoren. „So ist der jeweilige Wasserverbrauch und damit einhergehend die notwendige Reiniger- und Klarspülerdosierung ebenfalls auf Verschmutzungsgrad und Spülgut eingestellt“, so Böhme. „Unsere Spülmaschinen nutzen nur so viel Ressourcen, wie unbedingt nötig. Neben der Spülmaschine sind die weiteren Komponenten Wasseraufbereitung, Reiniger und Klarspüler sowie Spülkörbe optimal aufeinander abgestimmt und liefern gemeinsam ein konstant optimales Spülergebnis – doppeltes Spülen ist überflüssig.“

Energie sparen durch Wärmerückgewinnung

Ein weiterer Stellhebel, um langfristig Energie zu sparen und so die Betriebskosten zu senken, ist der Einsatz von Wärmerückgewinnungssystemen. Im laufenden Spülbetrieb entweicht bei gewerblichen Spülmaschinen feucht-warmer Wasserdampf – wertvolle Energie, die sich bisher in Luft auflöst. Hier setzen Spülmaschinen mit Wärmerückgewinnung an: Dazu wird die Wärme aus der Maschinenabluft bzw. des Abwassers genutzt. So wird das kalte Zulaufwasser erwärmt. Je größer die Abluftmenge, desto schneller amortisiert sich die Investition. Deswegen ist bei den großen Transportspülmaschinen eine Abluftwärmerückgewinnung über Wärmetauscher oder Wärmepumpe gängige Praxis. Inzwischen gibt es einzelne Hersteller, die auch Untertisch-, Korbdurchschub- und Gerätespülmaschinen mit Wärmerückgewinnung als Option anbieten. Stefan Zimmermann, Leiter internationales Produktmanagement bei Winterhalter: „Der Energieverbrauch bei der kleinsten Untertisch-spülmaschine mit Wärmerückgewinnung zum Beispiel liegt je Spülgang bei 0,1 kWh Energie. Bei Energiekosten in Höhe von 16 Cent/kWh, 80 Spülgängen pro Tag und 365 Betriebstagen spart die Maschine rund 470 Euro pro Jahr ein. Die Investition von rund 600 Euro würde sich somit nach nur 15 Monaten amortisieren. Abzüglich der Anschaffungskosten spart ein Gastronom über den Zeitraum der Lebensdauer ca. 4000 Euro ein. Bei einer Durchschubspülmaschine mit Abluftwärmetauscher können Energiekosten um bis zu 5.250 Euro in acht Jahren gespart werden; bei einer Durchschubspülmaschine mit Abluft- und Abwasserwärmetauscher sprechen wir sogar von bis zu 7.000 Euro in acht Jahren.“

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