Corona-Ranking

Wie hat sich das Corona-Jahr 2020 auf die Branche in Zahlen ausgewirkt?

Christian Wolfsberg

Christian Wolfsberg

Es ist doch schön, wenn der liebe Gott seine Hand über die Statistik hält und die erwarteten Trends auch durch Zahlen bestätigt werden.

Bei unseren Ranking sind zwei Dinge wichtiger als die „wirklichen“ Umsatzzahlen der Top 50 infrastrukturellen FM Dienstleister: erstens, überhaupt in der Liste aufzuscheinen, und zweitens, wie sich die Postionen in dieser Rangreihe zum Vorjahr verändert hat. Der olympische Gedanke ist das Zentrale: Dabei sein ist alles, siegen lediglich ein nice to have. Dass die meisten Angaben inflationiert sind (wir schätzen um etwa 15 %), wissen wir durch gelegentliche Blicke in die Abschlüsse im Firmenbuch, aber es schwindeln alle auf dem jeweiligen Niveau, wodurch die Ziele des Rankings – siehe oben – erreicht werden.

Nun zu 2020: Egal um wieviel die aktuellen Umsatzzahlen der Top 50 durch gleichmäßiges Übertreiben und Einrechnen von Auslandsumsätzen und anderen Gewerben verfälscht sind, insgesamt ist 2020 der kumulierte Umsatz dieser Führungsriege im (ersten) Corona-Jahr auf das Niveau von 2017 um satte 8 % gesunken: von damals fast 2 Milliarden 2018 auf etwas über 1,8 Milliarden im Pandemiejahr 2020. 

Aber es gibt Gewinner und Verlierer; wer Gusto hat, dies selbst nachzurecherchieren, braucht lediglich die Rankings von 2019 und 2020 im Detail zu vergleichen. Es ergeben sich einige interessante, aber durchaus erwartete Erkenntnisse. In die Gruppe der Sieger fallen eindeutig jene mit Schwerpunkt Hausbetreuung. Logisch, denn in diesem Segment, wo es um B2C (business-to-consumer) geht, wurde auf die Hygiene durch den Druck „von der Straße“ deutlich mehr geachtet und ergo mehr beauftragt. Auch deutlich in die Gruppe der Begünstigten fallen natürlich die Spezialisten im Gesundheitswesen.

Pech – an dieser Stelle ist es auch wichtig zu betonen, dass zum Unterschied von allen vergangenen Beobachtungsjahren die Unternehmen an ihrem Abschneiden in der Pandemie schuldlos sind – Pech hatten jene, die ihren Schwerpunkt in der Hotellerie, vor allem in der Stadthotellerie  hatten und haben.

Manchen ist es gelungen, durch die Diversität ihrer Dienstleistungen allzu heftige Rückgänge in einem Segment – wie Hotellerie, Unterhaltsreinigung, Catering – durch andere, etwa Security, ein wenig zu kompensieren.

In Summe also auch in dieser Branche ein einschneidendes, Veränderungen bringendes Jahr. Letztlich gilt es aber zu betonen: Die Krisen- und Katastrophenfestigkeit dieser Branche hat sich erneut gezeigt. Die Wichtigkeit für die Gesellschaft – mit und ohne entsprechende Würdigung – auch!

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