Attensam-Umsatz klettert auf rund 88 Mio. Euro

Der heimische Marktführer in der umfassenden Betreuung von Wohnimmobilien hat das Geschäftsjahr 2020/2021 trotz zweier Lockdowns und eines Cyberangriffs (*) mit einem Plus von 6,2 Prozent abgeschlossen.

Durch Zusammenhalt, Disziplin, Innovation und Teamgeist habe man im vergangenen Jahr gleich mehrere Herausforderungen bestmöglich gemeistert und sei als Mannschaft, die an einem Strang ziehe, gestärkt daraus hervorgegangen. „Und wir konnten unseren Umsatz sogar auf rund 87,7 Mio. Euro ausbauen – deshalb ein großes Dankeschön an alle Mitarbeitenden in ganz Österreich“, betont Oliver Attensam, Geschäftsführung Attensam Unternehmensgruppe. 

Attensam hatte bereits am Beginn der Coronakrise im Frühjahr 2020 die dadurch entstandenen Hürden möglichst als Chancen genutzt: Wo möglich, wurde auf Homeoffice gesetzt; der Bereich Oberflächen-Desinfektion wurde ausgebaut, um reduzierte Aufträge in Büros, Hotellerie und Freizeiteinrichtungen abzufedern. Auch hat sich das breit gestreute Kundenportfolio bezahlt gemacht, um das coronabedingte Ausfallsrisiko zu minimieren. Mittlerweile ist Attensam wieder großteils zum Regelbetrieb zurückgekehrt.

Insgesamt hat Attensam im vergangenen Geschäftsjahr über 26.000 Liegenschaften und mehr als 7.600 Kunden in ganz Österreich betreut. Mit 36,0 Prozent hat das Winterservice den größten Beitrag zum Unternehmensumsatz geleistet. Der Geschäftsbereich Hausbetreuung steuerte 2020/2021 32,9 Prozent zum Umsatz bei, die Bürobetreuung 17,0 Prozent. Die Grünflächenbetreuung trug 6,3 Prozent zum Umsatz bei und hat sich als wichtige Zusatzleistung bei Attensam etabliert. 

Hausverwaltungen größtes Kundensegment 

Am umsatzstärksten bleibt der Bereich Hausverwaltungen mit einem Anteil von 57,4 Prozent des Attensam-Umsatzes. Gewerbekunden haben mit 22,0 Prozent Umsatzbeitrag den zweiten Platz verteidigt. Den größten Zuwachs gab es mit 5,5 Prozent bei den öffentlichen Stellen, die insgesamt 18,0 Prozent zum Umsatz beisteuerten. Auf private Haushalte entfielen 2,6 Prozent. 

Den größten Beitrag zum Umsatzkuchen mit 51,1 Mio. Euro steuerten die Tätigkeiten in der Bundeshauptstadt bei, bei Attensam Wien betrug das Wachstum damit 4,0 Prozent. Mehr als vier von zehn Euro werden bereits in den anderen Bundesländern erwirtschaftet. 

Die österreichweite Präsenz von Attensam wurde 2021 um zwei neue Standorte in Regau und Neusiedl am See – dem ersten Stützpunkt im Burgenland – erweitert und umfasst nun insgesamt 24 Filialen. 

Neuorganisation der Tochtergesellschaften gelungen 

Die Neuorganisation der Tochtergesellschaften im Vorjahr sollte deren organisches Wachstum sichern – das ist auch gelungen, wie die Ergebnisse im Geschäftsjahr 2020/2021 zeigen: 

  • Attensam West (Salzburg, Tirol, Vorarlberg und westliches Oberösterreich) erreichte einen Umsatz von 13,0 Mio. Euro und damit ein Plus von 7,9 Prozent. 
  • Attensam Süd (Burgenland, Kärnten, Steiermark, Osttirol und südliches Niederösterreich) konnte sogar um 12,0 Prozent wachsen und bilanzierte mit 12,9 Mio. Euro. 
  • Attensam Nord (die größten Teile Nieder- und Oberösterreichs) knackte die 10 Mio.-Euro- Marke – mit einem Wachstum von 7,9 Prozent wurden 10,7 Mio. Euro erzielt. 

„Unsere Bilanz nach einem Jahr Tochtergesellschaften neu: Die Umstrukturierung hat sich bewährt und bezahlt gemacht“, berichtet Guido Unterberger, Geschäftsführung Attensam Tochtergesellschaften. 

Herausfordernde Personalsuche

Im Geschäftsjahr 2020/2021 wurde ein Lehrlingsprogramm gestartet. Aktuell werden drei junge Menschen bei Attensam ausgebildet: Zwei Lehrstellen (Hausreinigung, Schädlingsbekämpfung) gibt es in Klosterneuburg, eine in Leoben. Mit ein Grund für das neue Programm ist die weiterhin herausfordernde Personalsuche: Zahlreiche Menschen sind in Umschulung. Durch die Coronakrise sind viele (potentielle) Mitarbeitende in ihre Herkunftsländer zurückgekehrt. Grundsätzlich haben sich die Migrationsströme verändert. 

„Obwohl wir ein sicheres und stabiles Arbeitsumfeld mit zahlreichen Karrierechancen bieten, ist es leider nach wie vor sehr schwierig, neue Mitarbeitende zu finden. Immer weniger Menschen hierzulande sind bereit, körperlich anstrengende Arbeit zu leisten – das Arbeitskräftepotenzial am Markt wird dadurch kleiner. Das ist ein nicht zu unterschätzender Flaschenhals für das Wachstum der gesamten Branche“, warnt Oliver Attensam. 

Um dem entgegenzuwirken hat Attensam erst kürzlich eine Employer Branding-Kampagne gestartet, die sich an den Nachwuchs in der Reinigungsbranche richtet und gezielt die abwechslungsreichen Jobmöglichkeiten und Karrierechancen bei Attensam aufzeigen will.

(*) Cyberangriff brachte Digitalisierungsschub

Während des Lockdowns Ende November 2020 wurde Attensam Ziel eines Cyberangriffs, der das IT-System lahmlegte. Der unbekannte Erpresser forderte einen sechsstelligen Eurobetrag, um den Zugriff auf die Daten zu entschlüsseln; glücklicherweise konnten keine Daten gestohlen werden. Sofort wurde eine Spezialfirma ins Boot geholt, um die weitere Vorgangsweise zu definieren und die Daten zu retten. Die Kommunikation konnte bald wieder hergestellt werden, nach einigen Wochen waren fast alle Daten wiederhergestellt. Durch dieses engagierte Handeln blieb Attensam durchgehend einsatzfähig und Aufträge für Kunden konnten unverändert fortgeführt werden. Durch die neue Hardware mussten – ohnehin bald fällige – Investitionen in diesem Bereich vorgezogen werden und haben Attensam einen weiteren Digitalisierungsschub gebracht. 

„Der Cyberangriff hat uns zwar völlig unvermittelt getroffen – aber wir waren immer einsatzfähig und sind gestärkt daraus hervorgegangen“, sagt Peter Schrattenholzer, Geschäftsführung Attensam Wien.  Aus diesem Anlassfall habe Attensam einige Learnings für die Zukunft mitgenommen: „Niemand ist vor einem Cyberangriff gefeit, weder Großkonzerne noch mittelständische Unternehmen – deshalb sollte man immer möglichst gut darauf vorbereitet sein, um besser und schneller reagieren zu können. Daten und Unterlagen sollten nicht nur digital, sondern auch als Hard Copy vorliegen – um bei einem Cyberangriff den Geschäftsbetrieb aufrechterhalten zu können. Es ist wichtig, von Kunden, Lieferanten und Partnern die Mobiltelefonnummern zu kennen – so kann Kontakt gehalten werden, sollten E-Mail und Festnetztelefonie in einer Ausnahmesituation nur eingeschränkt funktionieren.“

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