Wir wollen unter die Top 5

Christoph Truls im Gespräch über Wetrok & more.

ReinigungAktuell: Seit März 2009 ist Wetrok mit einer eigenen Gesellschaft für den geschäftlichen Erfolg in Österreich ganz allein verantwortlich. Sind Sie zufrieden?

Christoph Truls: Ich denke, es ist eine Erfolgsstory geworden, aber wir haben natürlich noch einiges vor. Also ja, wir sind sehr zufrieden, obwohl wir  uns den Beginn doch viel leichter vorgestellt hatten. Als Bösch und Wetrok 2009 auseinandergingen, haben wir natürlich gehofft, dass wir eine Vielzahl der Kunden und einen Großteil der Mitarbeiter in den neuen Direktvertrieb mitnehmen können. Wir waren einfach wahnsinnig überzeugt von unseren Produkten und vom Bekanntheitsgrad und Image der Marke Wetrok am österreichischen Markt. Aber das hat es natürlich nicht gespielt, letztlich ist ein kleiner aber wichtiger Teil des alten Teams mitgegangen, und auch bei den Kunden war das nicht so einfach, mittelfristig konnten wir etwa 30% der Kunden an uns binden. Neben der Euphorie nun alleine für die Marke verantwortlich zu sein, gab es selbstverständlich auch einige Anfangsschwierigkeiten. Jetzt sind wir aber sehr gut unterwegs, wir konnten unseren Kundenstamm stetig vergrößern und blicken auf eine schöne Konstanz und Kontinuität zurück.

Funktioniert der österreichische Markt anders als andere? Wie wichtig sind die Parameter Beziehung, Marke und Service?

Die persönliche Beziehung zwischen uns und dem Kunden ist in Österreich überdimensional wichtig, deswegen sehen wir unsere Außendienstmitarbeiter ja nicht primär als Verkäufer, sondern vielmehr als sehr verbindliche, seriöse und vor allem als extrem gut ausgebildete Fachberater, mit der Betonung auf Berater. Zum Beispiel: Wir haben in unserem Unternehmen 4 Gebäudereinigungsmeister, einen staatlich geprüften Desinfektor sowie Mitarbeiter mit unteschiedlichen fachspezifischen Zusatzausbildungen! Die Kundenbeziehung ist also sehr wichtig, aber auch das after sales Service. Wir sind stolz darauf, dass unsere Produkte einfach sehr lange leben, aber das bedeutet auch, wenn Maschinen 15-20 Jahre im gewerblichen Einsatz sind, dass es einiges an schneller Wartung und einiger Ersatzteile bedarf. Was die Marke betrifft: Wetrok gibt es seit 1948, und damit ist schon einiges gesagt. Wir haben auch in Österreich schon viel Kontinuität und Vertrauen in unsere Produkte und in unsere Leistungen aufbauen können.

Wie ist Wetrok im österreichischen Markt positioniert?

Wir sind ein Komplettanbieter, wir konzentrieren uns auf das ganze System in der professionellen Reinigung. Auch unser Umsatz ist daher etwa 50:50 verteilt zwischen den Maschinen einerseits und der Chemie und dem Zubehör andererseits. Wir glauben, dass nur ein optimales Zusammenwirken aller Betriebsmittel wirklich herzeigbare Ergebnisse bringt und die tägliche Reinigung deutlich erleichtert. Wir sind daher eben auch sehr stark Berater und versuchen auf unsere Kunden einzuwirken, dass unter den Gesichtspunkten der modernen Reinigungspraxis eine qualitativ hochwertige und hygienische Reinigung nur in der Kombination der richtigen Methode und dem Einsatz der geeigneten Produkte realisiert werden kann und dabei die Zeitersparnis das effektivste Einsparungs- und Optimierungspotential darstellt. Als Beispiel die Schaummethode: Mikrofaser mit Schaumdispenser, das macht alles so viel schneller und easier! In der Schweiz ist Wetrok heute die Nummer 2 am Markt, da haben wir aber auch Heimvorteil. Unser Ziel in den nächsten Jahren ist aber, auch in Österreich unter die Top 5 zu kommen und ich bin davon überzeugt, dass das mit unserer gegenwärtigen Entwicklung absolut realistisch ist, denn wir wachsen Jahr für Jahr 2-stellig.

Wie sehen Sie den Markt in Österreich in 5 Jahren?

Ich denke, dass der Outsourcingprozess in der Reinigung weitergehen wird. Es ist einfach notwendig, dass sich Unternehmen – auch die öffentlichen – auf ihre Kernleistung konzentrieren; dazu zwingt sie die Wirtschaftlichkeit und die Konkurrenzfähigkeit. Vor allem bei den Kommunen, die so stark unter Druck stehen, und im Gesundheits- und Carebereich, aber auch bei Industrie und Handel wird dieser Trend ganz sicher vermehrt weitergehen.

Christoph Truls ist seit 2011 Geschäftsführer der Wetrok Austria GmbH, einer 100 % Tochter der Wetrok AG, Schweiz

 

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