„Wir sind auf dem absolut richtigen Weg“

Das Ausbildungsangebot im Bereich der professionellen Reinigung hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Doch kommt das auch bei denen an, die in den Objekten die Reinigungsarbeit ausführen? „Ja“, ist Manfred Belik überzeugt. 

Text: Hansjörg Preims

Manfred Belik

Manfred Belik

Es gebe heute sehr viele Ausbildungsinstitute, man habe mit der Ausbildungs-Norm den Rahmen dafür geschaffen, „dass strukturiert und vergleichbar qualitativ hochwertige Schulungen angeboten werden können – und auch angeboten werden“, erklärt Manfred Belik, Geschäftsführer der B & M Industrie- und Gebäudereinigung GmbH und Vorsitzender vom Bundesarbeitskreis Ausbildung. „Und zwar auf allen Ebenen.“ Schließlich komme das Gelernte beim Kunden nur an, wenn diejenigen, die in den Objekten die Reinigung ausführen, es auch umsetzen können. „Branchen-Kenner, speziell Mitarbeiter aus der Industrie, die sehr viele Objekte, sehr viele Betriebe besuchen und sehr viele unterschiedliche Aufträge auch von verschiedenen Dienstleistern kennen, bestätigen denn auch, dass dort von den Dienstleistungsunternehmen erkannt wurde, dass die Bildung das Um und Auf ist“, sagt Belik. „Und wenn ein Unternehmen das erkannt hat, sprich: wenn es – aus welchem Motiv auch immer – seine Mitarbeiter und auch Lehrlinge ausbildet, wenn es erwachsenen Mitarbeitern die Möglichkeit gibt, sich zu entwickeln und weiterzubilden, dann kann man sehen, wie das letztlich auch auf der in den Objekten die Reinigungsarbeit ausführende Ebene seinen Niederschlag findet.“ Bei jedem Audit, bei jeder Begehung könne man zum Beispiel sehen, „dass das Reinigungskammerln ordentlich aufgeräumt sind, dass jeder Mitarbeiter vor Ort weiß, welches Produkt er für welche Reinigungsart verwenden kann, wie was gelagert werden muss, welche Tücher zu verwenden sind bzw. wie das Vier-Farben-System funktioniert, und – im Krankenhausbereich – dass die Mitarbeiter die wesentlichen Dinge über Hygiene und Mikrobiologie wissen.“ Man sei hier jedenfalls „auf dem absolut richtigen Weg“, so Belik, „wesentlich stärker als früher.“ Natürlich komme auch entsprechender Druck von Auftraggeber-Seite, vornehmlich von der BBG, die österreichweit Ausbildungsnachweise für nahezu 3.500 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen habe – eine beachtliche Zahl, zumal im Vergleich dazu, wie es noch vor fünf Jahren gewesen sei. „Für die ausführende Ebene haben wir verschiedene Basiskurse geschaffen, und wir bilden aktuell im Jahr 1.000 bis 1.500 Menschen in diesen Basisschulungen aus – eine Zahl, die in den letzten Jahren enorm gestiegen ist,  und die Entwicklung wird sicher weiter in diese Richtung gehen“, so Belik. Auch in seinem Betrieb erkenne er das. „Wenn Objektleiter die Meisterprüfung haben, Vorarbeiter in der Sonderreinigung den Lehrabschluss oder auch mit meinen Lehrlingen – da gibt es einfach einen anderen Zugang im Objekt, was die Problemlösung betrifft, auch was die Kreativität betrifft, den Weitblick, Zusammenhänge zu erkennen, zum Beispiel warum man ein bestimmtes Produkt nicht verwenden darf, obwohl es eigentlich ideal wäre. Da kann man Dinge auf Augenhöhe abwickeln und das funktioniert hervorragend. Und nicht zuletzt erkennen Mitarbeiter, denen wir diese Schulungen zugute kommen lassen, dies auch als Wertschätzung und Motivation.“

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