Vorsicht vor Krankenhausinfektionen

2,6 Millionen Krankenhausinfektionen treten im Jahr in Europa auf [1]. Fast 80 Prozent ließen sich vermeiden. Theoretisch.

Jemand kommt also in ein Krankenhaus, um gesund zu werden – und handelt sich dort noch zusätzlich eine Infektion ein. Oft mit ernsten Komplikationen. Obwohl: Vermeiden ließe sich das trotzdem zu fast 80 Prozent – sozusagen im Handumdrehen. Theoretisch. Denn bis zu 80 Prozent der Infektionen werden laut Experten über die Hand übertragen.[2]
Theoretisch. Und praktisch? Um Ansteckungen tatsächlich abzuwehren, braucht es eines: hohe Compliance. Sprich: Hände müssen möglichst lückenlos desinfiziert werden. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat hierfür fünf Momente der Händedesinfektion festgelegt: vor Patientenkontakt, nach Patientenkontakt, nach Kontakt mit infektiösem Material, vor antiseptischen Tätigkeiten, nach Kontakt mit der Patientenumgebung.
Es braucht hohe Compliance

Hagleitner Martin

Martin Streitberger leitet bei Hagleitner den Bereich Gesundheit und Fürsorge

Wie kann Bewusstsein entstehen, die Compliance nachhaltig gefördert werden? In Freiburg (Breisgau) sollten sich neue Wege auftun – auf dem Infektiologie- und Hygienekongress 2018. Am 10. Oktober hat Hagleitner Hygiene da zu einem Lunchsymposium geladen. Das Unternehmen nimmt sich selbst in die Pflicht. Um der Compliance „in die Hände zu spielen“, sagt Martin Streitberger – bei Hagleitner für den Bereich Gesundheit und Fürsorge zuständig.
Aber wie genau? Aus Hagleitner-Sicht natürlich mit einem besonderen Spender namens XIBU senseDISINFECT. Der kann sein Desinfektionsmittel berührungslos abgeben, jeweils zu 3 ml. Außerdem kann der Spender  sich mit der IT-Infrastruktur des Krankenhauses verbinden: Wann wird desinfiziert? Wo? Wie oft? Ein Blick in den Browser genügt und alle Informationen sind parat. So wird Compliance dokumentierbar – auch nach außen. Und noch etwas unterscheidet XIBU senseDISINFECT. Hagleitner verweist auf eine Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH)[3], da heißt es sinngemäß: Flüssigspender müssen sich aufbereiten lassen – an allen permanenten Teilen.
Aufbereiten?

Dr. Arno Sorger

Dr. Arno Sorger ist Geschäftsführer und technischer Leiter der W.H.U. GmbH, einer akkreditierten Prüfstelle und Inspektionsstelle für Wasser, Hygiene und Umwelt

Dr. Arno Sorger vom W.-H.-U.-Lab in Bischofshofen ist Mitglied in fachspezifischen Arbeitsgruppen.
Im Rahmen dieser Tätigkeit hat er auch an der betreffenden DGKH-Leitlinie mitgewirkt: „Warum soll ich mit Hitze alle permanenten Teile wiederkehrend keimfrei machen? Weil überallhin Erreger kommen können. In der Regel.
Außer das System ist in sich geschlossen.“ In sich geschlossen? Für gewöhnlich sauge ein Abgabeventil Luft zurück. Nicht aber bei XIBU senseDISINFECT. Überdies habe der Spender ein patentiertes Nachfüllsystem – mit Schienen: „Der Verschluss öffnet sich hier erst, wenn der Nachfüllbeutel schon eingesetzt ist. Auch so kann keine Luft von außen ins System dringen“, resümiert Sorger.

  1. Lt. Europäischem Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC), Stand 2016.
  2. Vgl. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).
  3. Empfehlung zu Anforderungen an Seifen- und Händedesinfektionsmittelspender in Einrichtungen des Gesundheitswesens

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