Ranking 2019

Die Top 50 Gebäude­dienstleister

Wie mit dem Arbeits­kräfte­mangel umgehen?

Reinigungsunternehmen klagen durchwegs, wie schwierig es sei, geeignetes Personal zu finden. Unter der Prämisse, dass – wie allenthalben befürchtet wird – die Personalknappheit fortschreitet: Was tun die Unternehmen dagegen? Reinigung aktuell hat sich umgehört.

Erich Steinreiber CEO ISS

Erich Steinreiber, CEO ISS Österreich

Neues Employer Branding Konzept

Erich Steinreiber, CEO ISS Österreich: „Grundsätzlich ist es richtig, dass die gesamte Branche vor der Herausforderung steht, qualifiziertes Personal zu finden und dafür das eigene Unternehmen als attraktive Arbeitgebermarke zu positionieren. Ein neues Employer Branding Konzept von ISS soll die Organisation dabei unterstützen, MitarbeiterInnen noch stärker und vor allem langfristig an unser Unternehmen zu binden. Ausbildungs- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten stellen dabei eine wichtige Säule des Erfolges dar, vor allem da sich gerade das Berufsbild der klassischen „Reinigungsfachkraft“ in den kommenden Jahren verändern wird. Dies ist kein Phänomen der Branche, vielmehr sehe ich darin eine logische Entwicklung auf Kunden- und Marktanforderungen, in den Bereichen Sensorik und Digitalisierung die richtigen Konzepte zu entwickeln. Ein gutes Beispiel hierfür ist, dass z.B. zeitaufwändige und mitunter eintönige Arbeiten künftig von Robotern erledigt werden können. Das bedeutet aber auch, dass unsere MitarbeiterInnen neben dem richtigen Umgang mit herkömmlichen Reinigungsmaschinen auch die Instandhaltung, Programmierung sowie die Wartung und den Einsatz dieser Roboter koordinieren müssen. Das ISS-Lehrlingsprogramm für Gebäudereiniger rundet das integrierte Maßnahmenpaket ab, soll den „eigenen Nachwuchs“ fördern und die Fachkräfte von morgen bereits heute in den eigenen Reihen vom ISS-Way begeistern.“

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v.l.n.r.: Mario, Errol, Lorenz Reichel, Jakob Reichel (liegend)

Nachhaltig und mit sozialer Verantwortung

Fa. Blitz Blank, Familie Reichel: „Als heimisches Traditionsunternehmen und innovativer Familienbetrieb, der seit über 80 Jahren für Glanz in der Reinigungsbranche sorgt, hat Blitz Blank einen Startvorteil, wenn es darum geht, geeignetes Personal zu finden. Einige unserer MitarbeiterInnen sind bereits in dritter Generation im Unternehmen beschäftigt. Doch wir ruhen uns nicht auf unserer Bekanntheit und auf unserem guten Ruf aus: Unser Motto ,Blitz Blank – mit gutem Gewissen‘ ist ein Versprechen und garantiert KundInnen und MitarbeiterInnnen, dass wir unsere Unternehmensphilosophie auch im Alltag leben: mit Nachhaltigkeit und dem Umweltgedanken ebenso wie mit sozialer Verantwortung.
Darüber hinaus nutzen wir mit unserer Mitarbeiter-App und Facebook auch neue Kanäle und Social Media zur internen und externen Kommunikation, um mit unseren MitarbeiterInnen und deren FreundInnen in Kontakt zu bleiben; und natürlich auch, um Blitz Blank als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren: beispielsweise mit unserer hausinternen Akademie und laufenden Fortbildungsmöglichkeiten.“

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Michael Freitag, GF Sodexo Österreich

Erweiterung und Ver­tiefung der Kompetenzen

Michael Freitag, GF Sodexo Österreich: „Häufig spielt neben klassischen Rekrutierungsmaßnahmen auch die Empfehlung des eigenen Arbeitgebers eine zunehmende Rolle. Eine Entwicklung, die wir speziell im Reinigungsbereich beobachten und auch nutzen. Die räumliche Nähe des Arbeitsplatzes zum Wohnort stellt eine große Erleichterung für viele ArbeitnehmerInnen dar, manchmal ist dies sogar eine Grundvoraussetzung für die Wahl eines Arbeitsplatzes. Wir sind österreichweit vertreten und bieten Bewerbern und Mitarbeitern ein attraktives Arbeitsmodell mit internen Weiterbildungsmöglichkeiten und flexiblen Arbeitszeiten.
Um dem Personalmangel entgegenzuwirken haben wir von Sodexo ein Programm entwickelt, durch welches sich Reinigungskräfte zu Vorarbeitern qualifizieren können. Ziele des Programms sind die Erweiterung und Vertiefung der Fach- und Führungskompetenz. Mit dem Programm schaffen wir es, dem Personalmangel entgegenzuwirken und offene Stellen aus den eigenen Reihen zu besetzen.

Mag. Peter Edelmayer, GF Dussmann Service Österreich

Müssen als Arbeitgeber attraktiv sein

Mag. Peter Edelmayer, GF Dussmann Service Österreich: „Der Fachkräftemangel beschäftigt viele Unternehmen, das zeigen die Ergebnisse einer Studie aus 2019 des Beratungsunternehmens EY. Um sich zukünftig am Markt zu behaupten, ist auch entscheidend, wie Unternehmen mit dem Fachkräftemangel umgehen. Bei Dussmann Service setzen wir folgende Maßnahmen, um dem Fachkräftemangel zu begegnen und als Arbeitgeber attraktiv zu sein:

  • Attraktive und flexible Arbeitszeiten:
    –    Voll- und Teilzeitmöglichkeit, Gleitzeitmodelle und Home Arbeitsplatz wo machbar – familienfreundlich
  • Ausdrückliche Förderung von Frauen in allen Positionen (eigener Frauenförderungsplan)
  • Attraktive Ausbildungsmöglichkeiten:
    –    Qualifizierungen mit Möglichkeit zum Aufstieg in Führungs­positionen
    –    Eigene Ausbildungsakademie in Berlin
    –    Regelmäßige Schulungsmaßnahmen / Unterweisungen
    –    Unqualifizierte Personen werden über Stiftungsmodelle bei uns ausgebildet und bei entsprechender Qualifikation übernommen
  • Diverse Gesundheitsmaßnahmen wie Grippeimpfung
  • Vergünstigte Mittagessen – wo machbar
  • Betriebsrat zur Vertretung der Arbeitnehmer
  • Dienst-Kfz auch für Privatnutzung

Thomas Fastenrath, GF WISAG Service Holding Austria

Wertschätzung als Anreiz

Thomas Fastenrath, GF WISAG Service Holding Austria: „Die WISAG ist ein modernes und familiengeführtes Unternehmen. Persönliche Wertschätzung und der respektvolle Umgang miteinander sind also entsprechend wichtig und das wird im Unternehmen auch von allen gelebt. Das ist ein Anreiz für potenzielle Mitarbeiter. Teil dessen sind zum Beispiel Weihnachts- und Geburtsgrüße an alle Mitarbeiter oder die MYWISAG-App, mit der wir eine engere Bindung der Mitarbeiter erreichen wollen. Mit dem Projekt KIWIS unterstützen wir zudem Kinder von Mitarbeitern in Notsituationen. Unser Ziel ist, dass sich die Mitarbeiter bei uns so wohl fühlen, dass sie die WISAG als Arbeitgeber an Freunde und Verwandte weiterempfehlen.
Der Mitarbeitermangel betrifft aber auch Fach- und Führungskräfte. Die WISAG will das als Chance begreifen und investiert daher in Aus- und Weiterbildungsprogramme für bestehende und neue Mitarbeiter. So schafft die WISAG die Voraussetzung dafür, offene Stellen im Unternehmen intern nachbesetzen zu können. Diese vielfältigen Chancen und Perspektiven sind ebenfalls ein wichtiger Anreiz für künftige Mitarbeiter.“

 

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