Mit allen Wassern gewaschen

Nutzfahrzeuge müssen auf allen Fronten siegen. Ihr Design muss mehr als ansprechend saein und mit dem von PKWs ohne weiteres mithalten können. Ihre optimalen Fahreigenschaften und Motorenleistungen werden als selbstverständlich angesehen. Ihre Ausstattung muss mit jeder Situation zu Rande kommen. Und trotzdem fallen den Herstellern immer wieder neue Strategien ein, um die individuellen Wünsche der Kunden zu erfüllen und auch wirklich jeden Service bieten zu können.

Text: Gabi Weiss

Wildfang: Ford Ranger

Der neue Ford Ranger feierte seine Österreichpremiere und zeigt sich robust und elegant zugleich und vereint dabei auch noch alles, was man sich von einem Pick-up dieser Klasse wünscht: rundum neues Design, fortschrittliche Technologien und noch effizientere Motoren. Wer auf den „Wildfang“ setzt, kann sich gleichzeitig auf die grüne Seite schlagen. Denn der Ford Ranger ist äußerst umweltbewusst. Die überarbeiteten Dieselaggregate sparen bis zu 17 Prozent Treibstoff ein. Und niedrige CO2-Emissionen ab 171 g/km sprechen für sich. Oder noch besser: Für den Ranger. Seine fortschrittlichen Technologien wie SYNC 2, Fahrspurhalte-Assistent und der adaptive Tempomat ACC setzen Maßstäbe in diesem Segment. Schade eigentlich, dass er für die Gebäudereinigung nur schwer in Frage kommt. Denn wohin mit dem Equipment, der Leiter und all den weiteren  Materialien und Maschinen, die man zur effektiven Reinigung braucht. Und dennoch: der Ford Ranger lässt einen nicht so schnell los. Zwar packt ein Lieferwagen mehr, fährt ein Kombi bequemer, kommt ein Geländewagen weiter, ist ein Van variabler, doch nur der Pickup stellt eine Art rollende und vor allem originelle Quersumme dar. Vor allem der Ford Ranger in seiner seiner Top-Ausstattungsvariante „Wildtrak“ kann restlos überzeugen. Zu einem durch sein eigenständigen Design. Hierzu zählen unter anderem der neue, im anthrazitfarbenen „Sport“-Dekor lackierte trapezförmige Kühlergrill mit seinen markanten seitlichen Lufteinlässen. Auch Außenspiegel, Türgriffe, seitliche Kühlluftöffnungen, die Ladeflächen-Reling sowie die Rückleuchten sind im selben Farbton lackiert und verleihen dem Fahrzeug damit einen betont dynamischen Auftritt. Aber auch durch seine hervorragenden Fahrleistungen, die hohe Zuladung (bis zu 1.155 Kilogramm) und die hohe Anhängelast (bis zu 3.500 Kilogramm), die ihm seine kraftvollen Dieselmotoren verleihen.

Kraftlackel: Fiat Professional „Fullback“

Auch Fiat Professional erweitert seine Modellreihe um einen Mid-Size-Pickup: der Fiat Professional Fullback wird ab Mai 2016 im gesamten EMEA-Wirtschaftsraum verfügbar sein. Vier Karosserieversionen, drei Ausstattungsvarianten, drei Motor- und zwei Getriebetypen stehen zur Wahl. Auch ist der neue Pick-up für Aufbauhersteller auch als Fahrgestell erhältlich. Alle Modellversionen sind bis zu 1.780 Millimeter hoch und 1.815 Millimeter breit, bei einem Radstand von 3.000 Millimetern. Gesamtlänge sowie die Länge der Ladefläche sind abhängig von der Version. Die Nutzlast beträgt modellabhängig bis zu 1.100 Kilogramm.

Der Name entstammt dem American Football, wo man besonders agile und kraftvolle Verteidiger als Fullback bezeichnet, die mit jeder Situation fertig werden müssen. Seine robuste Konstruktion und die hohe Zuverlässigkeit entspringen dem tiefen Verständnis von Fiat Professional für die Anforderungen gewerblicher Nutzer. Seine Vielseitigkeit macht ihn gleichzeitig aber auch zum idealen Begleiter im Alltag, in der Freizeit und oder bei der Ausübung jeglicher Hobbys.

Mit dem Hintergrund einer über 100-jährigen Historie und einer ausgezeichneten Reputation auf dem Weltmarkt für leichte Nutzfahrzeuge (LCV), geht Fiat Professional mit dem Fullback einen bedeutenden Schritt in Richtung Zukunft.

Ausgezeichnet: Fiat Doblò Cargo

Für die Fachleute des renommierten britischen Branchenmagazins „What Van?“ ist der Fiat Doblò Cargo der „Light Van of the Year 2016“. Die Jury zeichnete den italienischen Transporter zum vierten Mal in Folge als bestes Angebot in diesem Marktsegment aus. Die Experten lobten den Fiat Doblò Cargo besonders für sicheres und komfortables Fahrverhalten, vorbildliches Ladevermögen, Robustheit und solide Verarbeitung sowie Modellvielfalt. Im Jahr 2015 wurde der Fiat Doblò Cargo von den Lesern der Fachzeitschriften „Fernfahrer“, „lastauto omnibus“ und „trans aktuell“ in der Kategorie Lieferwagen (Importwertung) zum „Besten Nutzfahrzeug 2015“ gewählt.

Die Auszeichnungen haben ihre guten Gründe. Die vierte Generation des kompakten Transportermodells überzeugt mit neuem Design, moderner Technologie und geringen Kosten. Seit 2000 haben sich mehr als 1.4 Millionen Kunden von seinen Qualitäten überzeugt.

Die aktuelle vierte Modellgeneration weist ein neues Karosseriedesign sowie eine ganze Reihe von technischen und funktionellen Verbesserungen auf. Die Funktionalität hat durch ergonomisch bestimmte Lösungen wie die Doppelsitzbank auf der Beifahrerseite, den gesenkten Geräuschpegel im Innenraum und neue Infotainment- und Navigationssysteme weiter zugenommen. Mit einem Ladevermögen von bis zu einer Tonne beziehungsweise bis zu 5,4 Kubikmeter ist der Fiat Doblò Cargo der ideale Transporter für eine Vielzahl professioneller Einsatzzwecke. Moderne Motoren garantieren niedrige Betriebskosten und hohe Umweltfreundlichkeit. Ab Werk wird eine umfangreiche Palette von Karosserieversionen angeboten. Je nach Markt gehören dazu neben Kastenwagen, Kombi und Pritschenwagen auch Spezialaufbauten für bestimmte Branchenanwendungen. Zur Wahl stehen außerdem zwei Aufbauhöhen sowie zwei Radstände.

Jahresbester: VW Transporter

Eine internationale Jury von Nutzfahrzeugjournalisten aus 24 europäischen Ländern hat entschieden: Die sechste Generation des Hannoveraner Erfolgsmodells ist der beste Transporter des Jahres 2016. Damit bekommt der Transporter von Volkswagen Nutzfahrzeuge diesen begehrten Preis bereits zum dritten Mal verliehen. „Die prestigeträchtige Auszeichnung International Van of the Year 2016 für unsere T-Baureihe ist ein starkes Symbol für die Leistung unserer Mannschaft, die unsere Ikone aus Hannover mit den richtigen Maßnahmen zum besten Transporter gemacht hat. Wir freuen uns gerade in dieser für uns schwierigen Zeit ganz besonders über diese Auszeichnung und sehen sie als ein Signal und Ansporn für einen erfolgreichen Start in ein ereignisreiches Jahr 2016“, so der Vorstandsvorsitzende von Volkswagen Nutzfahrzeuge, Dr. Eckhard Scholz.

Österreichpremiere: Neuer Caddy Alltrack

Lackierte Anbauteile, schwarze Seitenschweller, silberfarbene Dachreling und silberfarbene Außenspiegel, Privacyverglasung, abgedunkelte Rückleuchten und 17-Zoll-Leichtmetallfelgen – klingt eigentlich nicht wirklich nach den optischen und praktischen Vorzügen eines Nutzfahrzeuges. Ist aber so: Über den sportlich-markanten und zugleich robusten Offroad-Look des Caddy Alltrack kann man sich jetzt freuen. Innen sind als Highlights unter anderem die Komfortschalttafel mit Dekoreinlagen „Carbon Sqare Dark“, feine Lederzutaten (Lenkrad, Handbremshebel, Schaltknauf) mit muskatfarbenen Nähten und Chromelemente zu nennen. Klimaanlage und Radio „Compositon Colour“ sowie Klapptische an den Rückseiten der Vordersitze sind ebenfalls Serie. Ein „Licht & Sicht“- Paket und integrierte Nebelscheinwerfer sorgen für noch mehr Sicherheit.

Motorenseitig wird der neue Caddy als Benziner und als TDI angeboten und auch eine Erdgasversion ist erhältlich. Als einziger seiner Klasse ist der neue Caddy Alltrack optional mit dem Allradantrieb 4MOTION bestellbar, auf Wunsch sogar in der Kombination 4MOTION und DSG. Vorsteuerabzug für Unternehmer ist wie bei allen Caddy-Versionen selbstverständlich.

Sondermodell: VW Amarok Austria

Das neue Sondermodell basiert auf dem Amarok Trendline und verfügt darüber hinaus über viele serienmäßige Ausstattungselemente, die ihn als robusten Geländeösterreicher auszeichnen: In Wagenfarbe lackierte Frontstoßfänger, Türgriffe und Außenspiegel, Nebelscheinwerfer, Lederlenkrad, Lederteilumfang (Schaltgriff und Handbremshebel), Radio „RCD 310“, Geschwindigkeitsregelanlage, Multifunktionsanzeige und Klimaanlage „Climatronic“ u.v.m. Optional sind unter anderem Bi-Xenon-Scheinwerfer mit integriertem LED-Leuchtband erhältlich. Der Amarok Austria wird in allen Motor- und Antriebsvarianten inkl. 4MOTION angeboten, beginnend mit dem 140 PS starken 2.0 TDI.

Kombinationssieger: Nissan e-NV200

Der Nissan e-NV200 verbindet die besten Eigenschaften zweier mehrfach preisgekrönter Fahrzeuge: den leistungsfähigen Elektroantrieb des Nissan Leaf (World Car of the Year), des meistverkauften Elektroautos der Welt, und das großzügige Ladevolumen des konventionell angetriebenen NV200 (International Van of the Year). Diese Mischung macht den e-NV200 zu einem praktischen und vielseitigen Fahrzeug, das seine Stärken als Lieferwagen und Personentransporter ausspielt und dabei weder Schadstoff­emissionen noch Lärm produziert.

Obwohl der e-NV200 auf einem existierenden Fahrzeug basiert, hat er ein komplettes Entwicklungsprogramm durchlaufen. Der Antrieb wurde in mehreren Bereichen modifiziert und auf die besonderen Einsatzbereiche eines Kleintransporters zugeschnitten. Durch Änderungen an der Karosserie gelang es zudem, das vollständige Laderaumangebot des NV200 zu bewahren. So verfügt die leichte Nutzfahrzeugversion weiterhin über 4,2 m3 Ladevolumen und bietet Platz für zwei Europaletten, während die Schiebetüren an beiden Fahrzeugseiten und die weit öffnenden Hecktüren ein leichtes Be- und Entladen sicherstellen.

„Der e-NV200 steigt in ein völlig anderes Marktsegment ein als der Nissan Leaf und wird uns gemeinsam mit dem meistverkauften Elektroauto der Welt dabei helfen, die Elektrorevolution weiterhin anzuführen. Wir haben den NV200 nicht einfach nur auf Elektroantrieb umgestellt. Wir haben ein komplett neues Fahrzeug entwickelt, das nicht nur ein guter Elektro-Transporter ist, sondern ein in allen Belangen hervorragender Transporter“, sagt Guillaume Cartier, Senior Vice President Sales and Marketing, Nissan Europe.

Die Reichweite des e-NV200 pro Batterieladung liegt bei 170 Kilometern und übertrifft damit die tägliche Fahrdistanz (circa 100 Kilometer) von mehr als der Hälfte der Flotten, die Fahrzeuge dieser Klasse einsetzen. Nutzlast und Ladevolumen sind identisch mit dem konventionellen NV200. Die Batterie kann über Nacht mit einem Einphasen-Stecker (16 Ampere, 3,3 kW) aufgeladen werden; an einer 32 Ampere/6,6 kW Steckdose lässt sich die Ladezeit auf vier Stunden reduzieren.

„Der bewährte und hocheffiziente elektrische Antrieb des e-NV200 ist perfekt auf die alltäglichen Einsatzbedingungen eines Gewerbefahrzeugs mit vielen Starts und Stopps zugeschnitten“, ergänzt Jean-Pierre Diernaz, Direktor Elektrofahrzeuge bei Nissan Europe.

Hochleistungssportler: Opel Vivaro

Hochmoderne, Euro-6-konforme Dieselmotoren, zusätzliche Assistenzsysteme für noch mehr Sicherheit und weitere hochwertige Ausstattungsoptionen – das sind die wichtigsten Neuerungen bei den leichten Nutzfahrzeugen von Opel für das Modelljahr 2016.  Der Opel Vivaro, mit rund 50.000 jährlich produzierten Einheiten der Nutzfahrzeug-Bestseller der Marke, ist seit Herbst 2014 in zweiter Generation auf dem Markt. Zum Modelljahreswechsel 2016 sind für den Vivaro Combi neue Turbodiesel erhältlich. Die Einstiegsmotorisierung bildet der 70 kW/95 PS starke 1.6 CDTI mit 260 Newtonmeter Drehmoment. Der kombinierte Verbrauch von 6,3 Liter oder 164 Gramm CO2 pro Kilometer liegt auf dem Niveau des Vorgängers, der jedoch fünf PS weniger Leistung aufwies. Der neue 1.6 BiTurbo CDTI kommt in zwei Leistungsstufen mit 92 kW/125 PS und 107 kW/145 PS; auch hier ein Leistungsplus von jeweils fünf PS. Die Aggregate stemmen 320 beziehungsweise 340 Newtonmeter an die Kurbelwelle – ausreichend Kraft auch für anspruchsvolle Aufgaben. Der Verbrauch bleibt dagegen moderat: Gerade einmal 5,7 Liter Diesel benötigt die kleinere Version, was einem CO2-Ausstoß von 149 Gramm pro Kilometer entspricht. 6,4 Liter oder 167 Gramm CO2 pro Kilometer sind es bei der leistungsstärksten Variante. Alle drei Motoren kommen mit Start/Stop-System und manuellem Sechsganggetriebe.

Der Vivaro ist seit jeher eine feste Größe auf dem europäischen Nutzfahrzeugmarkt. Seit seinem Start 2001 wurden knapp 600.000 Einheiten des Opel-Bestsellers produziert. Mit rund 50.000 Fahrzeugen pro Jahr macht der Vivaro rund zehn Prozent seines Segments (Van-D) aus – damit ist er der wichtigste Erfolgsgarant im Opel-Nutzfahrzeugportfolio. Kein Wunder, hat er doch Charaktereigenschaften, die überzeugen. Darüber hinaus profitieren Vivaro-Kunden von zweijährigen Service-Intervallen und attraktiven Service-Programmen wie Opel FlexCare mit verlängerter Garantiedauer, welche die Unterhaltskosten planbar machen und niedrig halten.

Gefährte: Renault Trafic

Der Trafic ist immer noch der Hero von Renault und kann sich über einen Marktanteil von 15,80 % freuen. Der 2014 komplett neu entwickelte Renault Trafic ist mit einem Kraftstoffverbrauch von bis zu 5,7 Liter Diesel pro 100 Kilometer nicht nur das sparsamste Modell seiner Klasse, sondern überzeugt auch mit zwei Radständen, vier Leistungsstufen und einem Innenraum, der sich durch intelligente Details zum rollenden Büro umwandeln lässt. Damit erhalten Kunden in der leichten Nutzfahrzeugklasse bis 3,0 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht einen Transporter, der sich auf höchst unterschiedliche Ansprüche maßschneidern lässt. Die Ladekapazität des Trafic ist um bis zu 300 Liter gestiegen. Die vier neuen 1,6-Liter-Turbodieselmotoren senken zusammen mit den Wartungsintervallen von 40.000 Kilometern die Betriebskosten erheblich.

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