Industrie 4.0

Die digitale Transformation der Branche.

Mag. Peter Edelmayer

Mag. Peter Edelmayer

Unsere Branche verändert sich zusehends: Man spricht von Industrie 4.0 oder Smart Data, dahinter steht der zunehmende Einsatz von Automatisierungstechniken, Digitalisierungslösungen und professionellen Reinigungsrobotern für den Business-Bereich, wie in der Ausgabe vom November unter dem Titel „Robotics“ bereits beleuchtet wurde. Marktforschungsinstitute sehen das Potential für den Markt im B2C- und B2B-Bereich bei einem Volumen von 2,5 Mrd. Euro.
Mobile Automatisierungslösungen nehmen zu, diese Vernetzung zwischen Gebäuden, Menschen und Geräten hat verschiedene Ziele: Leistungsoptimierung, Erhöhung der Wirtschaftlichkeit und  Produktivität, eine transparente und rasche Bearbeitung, die Reduktion von Fehlerquellen sowie Innovationskraft und Flexibilität dem Kunden gegenüber.
Im Bereich professioneller Reinigungsroboter, die heuer bei der Interclean in Amsterdam vorgestellt wurden, gilt es die Entwicklungen am Markt zu verfolgen und durch das Know-how der Marktführer weiterzuentwickeln: Wir bei Dussmann Service arbeiten etwa durch eine Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA bei der Entwicklung von Robotern mit. Hier gibt es zahlreiche erweiterte Einsatzmöglichkeiten wie die Erkennung von Verschmutzungen und entsprechende Reinigung, Möglichkeiten der Türöffnung oder Entleerung von Mülleimern. Spezialroboter könnten bei der Desinfektion, Logistik, bei Abzug- und Luftschächten oder für Fassaden- und Photovoltaikanlagen eingesetzt werden.
Neben professionellen Reinigungsrobotern finden sich zahlreiche kleine und größere, bereits heute praxistaugliche Lösungen und Beispiele für die erfolgreiche Verbindung von Mensch und Technik der Industrie 4.0. Vom Seifen- und Handtuchspender, der eine automatische Leerstands-Anzeige an die Reinigungskraft sendet, damit nur die leeren Spender aufgefüllt werden müssen, über Mobile Devices, um Aufträge in Kundenobjekten zu managen, mobile Baustellenüberwachung, mobiles Video-Monitoring und mobile Arealsicherung, bis zu digitalen Buchungsplattformen wie dem neuen DussmannDirect (www.dussmanndirect.com), bei dem KMUs online Reinigungsleistungen beauftragen können.
Im Bereich Verpflegung erleichtern zum Beispiel Geräte zur Temperaturüberwachung die Kontrolle, diese senden regelmäßig die Daten an ein Portal, mit automatischer Dokumentation und Warnhinweisen, wenn die Temperatur zu niedrig ist. So mancher Geschirrhersteller markiert Geschirrteile mit RFID-Chips, damit die Speisen bei der Kasse automatisch erkannt werden. Kunden werden mittels Beacons-Technologie informiert, etwa durch individualisierbare Speisepläne, Apps mit Fitness-Trackern und optimierte persönliche Speisenempfehlungen.
Fazit: wer die die Digitalisierung der Wertschöpfungskette im Facility-Management (FM) erfolgreich gestaltet und Mensch und Technik sinnvoll verknüpft zum Einsatz bringt, wird dadurch einen wichtigen Wettbewerbsvorteil haben. Daraus generieren sich Mehrwert und Kundenzufriedenheit und damit Kundenbindung. Große Herausforderungen also für die die gesamte FM-Branche, die aber trotz 4.0 ein People Business bleibt – in der die Digitalisierung zwar manche Arbeitsabläufe verändert und neue Geschäftsfelder schafft, in der aber dennoch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zentral für die persönliche Betreuung der Kunden bleiben.

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