Et cum spiritu tuo

Diesen Geist verkörpert im Kloster der Steyler Missionsschwestern in Stockerau die Firma BULS.

Text: Christian Wolfsberg

Für die etwa 100 Steyler Missionsschwestern ist heute ein ganz ausgefallener Tag: Gleich vier Männer (Andreas Wacek und Robert Kneißel von Buls, ich und ein vierter, über den nur indirekt gesprochen wird) sind heute im Kloster zu Besuch!

Seit etwa 15 Jahren wird das riesige Kloster St. Koloman in Stockerau von der Firma Buls betreut. Christa Bauer ist die Objektleiterin des Hauses und Kummer seit vielen Jahren gewohnt: „Das Problem ist: Es werden Sachen gekauft, die total unpraktisch und extrem schwierig zu reinigen sind – vor allem viele verschiedene schwierige Böden. Ich bin aber für den Werterhalt verantwortlich und stehe oft vor unlösbaren Problemen. Er (Robert Kneißel) ist mein Problemlöser, ich rufe einfach „Hilfe“, wenn ich mich nicht mehr auskenne und Herr Kneißel kommt.“ Es ist ganz offensichtlich eine Kombination, die im Himmel geschlossen wurde: auf der einen Seite die resolute Objektleiterin, auf der anderen der gelernte Gebäude­reinigungsmeister und Hygienemanager. Robert Kneißel: „Das ist leider richtig mit dem Einkauf. Da gibt es z. B. einen schwer zu pflegenden Designer Parkett oder etwa diesen Linoboden hier (wir sind in einem der etlichen Speisesäle). Der Boden wurde offen und unbeschichtet gekauft und verlegt. Immer nur maschinell reinigen ist ein Wahnsinnsaufwand, aber wischen war auch nicht möglich.“ In diesem gewaltig großen Haus gibt es so gut wie jeden Boden unter dem Himmel: Lino, PVC, zweikomponentiges Kunstharz, Holz und verschiedene Steinböden. In der Kirche ist sogar Holz (um die Kirchenbänke) durch Stein umrahmt – eine besondere Herausforderung! Frau Bauer: „Es wird vom Hausrat (ein Komitee von sechs Schwestern) eingekauft, unter dem Gesichtspunkt der Rutschfestigkeit, aber meist ohne Rücksicht auf leichte Pflege. Nur … die glauben, alles Glänzende wird später zu einem Eislaufplatz. Die wissen nicht, dass moderne Böden gleichzeitig glänzen und rutschsicher sein können.“

Das Kloster ist für Frau Bauer und Herrn Kneißel seit Jahren eine gewaltige Aufgabe. Drei Personen sind für die Eigenreinigung von insgesamt etwa 8.500 qm Fläche zuständig. Etwas Hilfe bekommen sie noch von drei Teilzeitkräften (die gleichzeitig auch in der Küche mithelfen).

Das Kloster stellt eine Art betreutes Wohnen für die etwa 100 Schwestern aus dem gesamten Orden dar. Frau Bauer: „Der Altersschnitt liegt bei etwa 75 Jahren. Die Steyler sind ja ein Missionsorden; die Jungen gehen ins Ausland, die Alten kommen dann hierher. Wie ich vor 18 Jahren begonnen habe, waren wir nur 5 externe Mitarbeiter, jetzt sind es 25. Es kommen keine jungen Schwestern nach, daher wird der Aufwand immer größer.“

Die Reinigung umfasst nahezu alle Bereiche, fast alle Zimmer, die Gänge, die Gemeinschaftsräume, die Pflegestation, die Küche und die Kirche – und Buls liefert alles, die Chemie, die Maschinen, Zubehör, bis zum Klopapier. Frau Bauer: „In der Kirche haben wir zum Beispiel einen mit 70 Liter geölten Parkett umgeben von Stein. Nicht nur, dass man in kürzester Zeit enorme Dreckstreifen auf dem Parkett sieht, müssen wir auch auf den umliegenden Stein aufpassen.“ „In der Küche ist ein dunkler Kunstharzboden, mein Gott, was wir da alles getestet haben, um den in den Griff zu bekommen und zu pflegen!“, ergänzt Kneißel. Die Reinigungstrolleys haben den Vorteil, dass einzelne Mopps getränkt werden können und nicht immer eine ganze Kiste. Das spart bei der Wäsche, die im Haus gemacht wird.

Was können wir aus dieser doch erfolgreichen Zusammenarbeit lernen? Erstens: Flexibilität, Geduld und viel Praxis führen immer zu einer Lösung. Zweitens: Ein Lieferant der gleichzeitig auch noch Gebäudereinigungsmeister ist – ein echtes Geschenk Gottes.

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