Chancen und Hürden für mikrobiologische Produkte

Egbert Kniffler

Egbert Kniffler

In Sanitäranlagen gibt es Bereiche, wo man mit der Reinigungschemie nicht weiterkommt – Stichwort Geruchsvernichtung. Hier setzen wir mit unserer mikrobiologischen Lösung (BIODOR) an, die – tausendfach getestet – hundertprozentig funktioniert und einfach in der Handhabung ist. Ganz wichtig für den Anwender: Bei gleichem Arbeitsaufwand ist das Ergebnis um ein Vielfaches besser, sowohl im Bereich Geruchsvernichtung, aber auch – noch viel wichtiger – dadurch, dass es gleichzeitig den Hygienestatus verbessert. Denn dass eine Toilette dann nicht mehr stinkt, ist eigentlich nur ein Nebenprodukt dessen, dass Nährböden für Fremdkeime effektiv abgebaut wurden. Das ist unser wesentlicher Ansatz: Ein verbessertes Hygienekonzept und es riecht nicht mehr.

Wie funktioniert dieses Produkt? Sporen werden zu Bakterien, sobald sie organische Rückstände als Nahrung sowie Feuchtigkeit und Wärme vorfinden. Treffen die Bakterien dann zum Beispiel auf Harnstoff, entwickeln sich Enzyme – ein Werkzeug, mit dem sie den Harnstoff spalten und das Stickstoffmolekül aus der Harnstoffverbindung herausziehen. Das benötigen die Bakterien für ihren Stoffwechsel. Auf diese simple biologische Weise werden die organischen Reststoffe völlig abgebaut, die geruchsabgebenden Bakterien verlieren ihre Nahrungsquelle und die Geruchsursache ist  beseitigt. Durch den Einsatz von BIODOR in der Unterhaltsreinigung dominieren unsere guten Bakterien, so können wir sogar von einer nachhaltigen Wirkung sprechen.
Ideale Einsatzfelder für diese Lösung sind Sanitäranlagen zum Beispiel in Schulen, Altersheimen, großen Restaurant-Ketten, Bahnhöfen – also in allen öffentlichen Gebäuden, die von Menschen stark frequentiert werden. Aber genauso Bereiche, wo man organische Schadstoffe hat, die nicht unbedingt über die Sanitäranlagen entsorgt werden. Zum Beispiel in Parkhäusern: Da gibt es zwar keine Sanitäranlagen, aber wie man leider häufig feststellen muss, entleeren sich dort manche Leute trotzdem. Auch hier haben wir mit den Bakterienstämmen, die wir den Produkten zufügen, eine hervorragende Möglichkeit, die organischen Schadstoffe aufzulösen und das Objekt geruchsneutral zu machen.

Dennoch verbreitet sich diese Anwendung nur sehr zaghaft. Warum? Einen Engpass gibt es immer dort, wo die Reinigungsdienstleistung über einen Dritten erfolgt, welcher dieses Merkmal der Hygiene und Geruchsneutralität nicht unbedingt in seinem Leistungskatalog verankert hat. Und wo auch der Auftraggeber nicht explizit in den Leistungskatalog aufnimmt, dass das Objekt nicht nur zu reinigen, sondern auch geruchsneutral zu machen ist. Das ist eine Hürde für uns als Anbieter von mikrobiologischen Produkten. Wir stehen mit der Mikrobiologie aber auch einer gewaltigen Lobby der klassischen Chemiehersteller, der großen Marken und internationalen Konzerne gegenüber. Diese haben ihrerseits kaum ein Interesse, eine mikrobiologische Linie aufzubauen. Ihr langjähriges Know How ist auf chemische Produkte und deren Produktions- und Marketing-Prozesse abgestimmt. Die Produkte sind beim Handel entsprechend gelistet und eingeführt. Der klassische Chemiehersteller hat daher kaum Interesse, diese Prozesse und Produkte zu verändern. Da mögen wir aus dem Bereich der Mikrobiologie sehr gute und innovative Lösungen haben – die Kraft und die Lobby der großen Chemiehersteller haben wir nicht. Häufig sind auch die gewachsenen Verbindungen zwischen Chemieherstellern, Fachhändlern und Gebäudereinigern sehr eingefahren und nur schwer zu verändern.
Der Prozess einer breiteren Anwendung von mikrobiologischen Produkten kann daher nur durch die Betreiber von Sanitäranlagen selbst beschleunigt werden, sprich: Wenn die sich sagen, dass ihnen diese Qualität und nachhaltige Geruchsneutralität ihrer Objekte sehr viel wert ist und dies sogar ein Qualitätssiegel für ihre Kunden darstellt, dann werden sie bereit sein, diesen lohnenden Weg umzusetzen. Der Dienstleister von sich aus wird eher nicht sagen, dass er die Sanitäranlage geruchsneutral machen wolle, dieser Wunsch muss schon vom Betreiber kommen. Wir können diesem Wunsch mit unseren Lösungen jedenfalls voll und ganz entsprechen.

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